Einwahl in den Linux-Server mit PDA und GSM-Handy
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Achtung, die Informationen dieser Seite sind veraltet!
Ein Großteil der Informationen auf dieser Hilfe-Seite sind veraltet. Zum einen ist der Handspring PDA nicht mehr auf dem Markt und die Firma Handspring existiert nicht mehr und zum anderen ist das hier werwendete ir-enhancement Pack, welches für den Handspring benötigt wird nicht mehr zu bekommen.
Diese Seite wurde aber bewußt im Angebot gelassen, da die übrigen Informationen eventuell für andere PDA-Handy Konfigurationen als Anhaltspunkt dienen können.
Die meisten modernen PDA's und Handies verfügen heute über bluetooth oder WLAN, so daß eine Infrarot kommunikation, bei der ja sichtkontakt zwischen den Geräten bestehen muß, nicht mehr nötig ist.
Diese Seite wird nicht mehr gepflegt!
Mehr Informationen
Wenn Sie mehr Informationen oder Unterstützung bei der Einrichtung eines externen Zugangs zu Ihren Daten über PDA oder Mobiltelefon benötigen, steht Ihnen der Service der Mensinck Consulting gerne zur Verfügung.
Bitte wenden Sie sich vertrauenvoll an uns und schicken Sie uns eine Mail an service (at) mensinck.de.
Das Problem
Der PDA wird als Begleiter des gestressten Managers zunehmend zu einem beliebten Hilfsmittel. Termine, Notitzen, Adressen und emails können verwaltet werden. Doch wie kommt der Manager nun z.B. an die neuen mails, die auf dem Rechner im Büro auf ihn warten. Schließlich hat man doch den schönen neuen Mailserver auf Linux-Basis installiert. Und man hat doch auch so ein tolles Handy (zwar noch ohne UMTS -woher auch -) mit Infrarot Schnittstelle und der PDA hat sowas doch auch. Nun, mit Linux ist auch dieses Problem lösbar und gar nicht so kompliziert.
Der Ansatz
Um mit dem PDA und einem Handy (in dem gezeigten Beispiel ein Nokia 7110) auf den Firmenserver zugreifen zu können, wird von dem PDA (hier ein Handspring Visor) über die Infrarot-Schnittstelle eine Datenverbindung per V.110 mit dem Linux Server aufgebaut. Der Server beantwortet den Ruf und stellt eine PPP-Verbindung zur Verfügung (siehe z.B. Oreilly - Linux Wegweiser für Netzwerker) über die der PDA dann normal in das Firmennetz eingebunden ist. Über die Verbindung können dann emails abgerufen und verschickt oder auch ein normales Terminal mit Login auf einem Server des Netzwerkes gestartet werden. Auch das Surfen im Internet ist über diese Verbindung möglich sofern man das nun wirklich braucht.
Server Setup
Auf dem Linux Server muss eine Einwahl per V.110 über eine ISDN Telefonleitung möglich sein. Dazu ist eine ISDN Karte notwendig sowie die ISDN Unterstützung muss im Kernel einkompiliert sein. Darüber hinaus ist das isdn4linux Paket notwending. Um nun die Einwahl mit dem Handy zu ermöglichen wird mgetty sowie der pppd eingesetzt.
Zunächst werden die Pakete, wie in den Installationsanweisungen beschrieben, installiert. Der mgetty wird in der Konfigurationsdatei mgetty.config eingerichtet. Hier ist ein Device zu konfigurieren, über welches die Kommunikation stattfinden soll (z.B. /dev/ttyI1). Wichtig sind vor allem die folgenden Einstellungen:
1: port ttyI1
Wichtig ist, daß der Init-String keine automatische Rufannahme enthält, sonst wird mgetty nicht wie gewünscht arbeiten. Der Ruf wird zwar angenommen aber mgetty kann dann keine Verbindung aufbauen.
Der mgetty wird dann über den init Prozess gestartet. Hierzu ist die folgende Zeile in die Datei inittab einzutragen:
2: rings 1 3: msn-list yourMSN 4: init-chat "" AT&FS0=0&EyourMSM&B512&R9600 OK I1:23:respawn:/wo/mgetty/ist/mgetty ttyI1
Damit der mgetty die ppp-Verbindung aufbauen kann, muß er noch so eingerichtet werden, daß automatisch der pppd gestartet wird wenn ein Anruf auf dem entsprechenden Device eingeht. Das erfolgt in der Datei login.config im Konfigurationsverzeichnis des mgetty. Folgende Zeile ist in der Datei nötig:
/AutoPPP/ - a_ppp /usr/sbin/pppd auth
Über die Konfigurationsdatei dialin.config können die Rufnummern angegeben werden, auf die mgetty reagiert. Allerdings muss bei einigen Distributionen das Makefile von mgetty angepaßt werden und der mgetty neu kompiliert werden. PPPD Settings
Für den soeben eingerichteten ppp Zugriff, der vom mgetty gestartet wird, benötigt der pppd eine Optionsdatei aus der er seine Einstellungen bezieht. Für das oben eingerichtete Device ist es die Datei options.ttyI1, die im Konfigurationsverzeichnis des pppd (hier /etc/pppd) liegen muß. Dem AutoPPP kann auch der Name der Datei mitgegeben werde. Dann muss diese Datei für die Optionen verwendet werden. Wichtig ist, daß die Datei keinen init-string für das Device enthält. Folgende Einstellungen sollten vorgenommen werden. Über weitere Einstellungen gibt die man-page des pppd Auskunft.
1: lock
Eine defaultroute sollte nicht gesetzt werden, da wir uns ja auf dem Server befinden und der hat schon eine solche. Je nach Authentifizierung (PAP- oder CHAP) muß ein Eintrag in der Datei pap/chap-secrets für den Benutzer existieren. 2: idle 180 3: localIP:remoteIP 4: nodefaultroute 5: login 6: auth 7: require-pap oder reiquire-chap 8: proxyarp 9: ms-dns IP_des_DNSServers |
PDA Setup
Bei dem im Test verwendeten PDA handelt es sich um einen Handspring Visor. Diese Geräte verfügen über eine Infrarot Schnittstelle, über die man mit dem Handy kommunizieren kann. Die Einstellungen für die Datenkommunikation werden unter Einstellungen-Netzwerk und Modem vorgenommen. Außerdem sollte ein Mailprogramm mit POP Zugriff installiert werden. Dort werden die Einstellungen für den Abruf der Emails wie in jedem anderen Email-Programm auch vorgenommen. Beispielsweise kann GNU Got mail, ein freies GNU Projekt, installiert werden. Für einen Telnet Zugriff kann bspw. das Programm Top Gun Telnet gewählt werden. Aber auch jede andere Lösung, ganz nach persönlichem Geschmack, kann gewählt werden.
Installation des IR-enhancement Packs
Für den Handspring Visor ist das IR Enhancement Pack von Palm zu installieren. Nach dem download des Packs wird es in das Installationsverzeichnis auf dem PC entpackt, an dem der PDA synkronisiert wird. Die Dateien sind wie bei allen anderen Anwendungen auch auf dem Palm zu installieren.
WICHTIG: Es dürgen nicht alle Dateien aus dem Archiv installiert werden. Die Dateien AMX.prc und lrLib.prc dürfen auf keinen Fall installiert werden. Sonst hilft nur noch ein Hard Reset auf dem PDA.
Modem Setup
Wenn die Infrarot Schnittstelle so weit erweitert wurde, kann der PDA für die Datenverbindung konfiguriert werden. Zunächst wird unter Einstellen - Serial/IR die Datenverbindung auf Infrared eingestellt.
Nun werden die Einstellungen für das Modem unter Einstellungen - Modem vorgenommen. Folgende Werte sind nötig:
Modem: Definiert
Wichtig ist der Init-String. Die Datenverbindung wird nur funktionieren wenn die Folge S35=0 gesetzt ist. Einige andere Anleitungen schlagen statt CBST=71,6,1 die Initialisierung des V.110 Modus durch CBST=71,0,1 vor. Der Unterschied ist, daß die 6 den PDA Access einschaltet. Eine 75 würde die Geschwindigkeit auf 14.400 bps einstellen. Die letzte 1 stellt non transparent ein. Geschwindigkeit: 14,400 bps Lautstärke: Aus Flusskontrolle: Aus Land: Andere Folge: ATS35=0+CBST=71,6,1 Netzwerk Installation
Unter Einstellungen - Netzwerk werden die Zugansdaten für die Verbindung eingerichtet. Mit dem Befehl Dienst - neu wird eine neue Verbindung eingerichtet. Dem Dienst soll der Name Homeserver gegeben werden. Der Benutzername muß mit dem eingerichteten Benutzer auf dem Einwahlserver übereinstimmen. Die Telefonnummer ist die Nummer bzw. MSN, auf der der Server den Anruf annehmen soll. Das Password muß auch mit dem des Servers übereinstimmen. Unter Details ist als Verbindungstyp ppp auszuwählen sowie die Checkboxen query DNS und IP-Adresse Automatisch zu aktivieren. Damit sind die Einstellungen des Visors komplett.
Nokia 7110 Einstellungen
An dem Nokia 7110 Mobile sind weiter keine Einstellungen nötig. Wenn auf dem Server allerdings über die Datei dialin.config des mgetty die Einwahl auf bestimmte Rufnummern beschränkt ist, muß die Rufnummernübermittlung am Telefon eingeschaltet werden. Man kann dies auch über den Init-String am PDA über +CLIR=1 einschalten. Nun muß nur noch die Infrarotschnittstelle am Telefon über Infrarot - einschalten gestartet werden.
Verbindung starten
Eine Verbindung zum Server im Büro kann jetzt mittels Einstellungen - Netzwerk - verbinden auf dem PDA gestartet werden. Funktioniert alles, können mit einem Mail-Programm die Mails gelesen werden oder mit mit einem Telnet Programm eine Shell auf dem Server oden einem anderen Rechner geöffnet werden. Selbstverständlich sind auch andere Protokolle wie z.B. Internet oder FTP möglich.
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